Digitale Souveränität
durch Dezentralität

Wie dezentrale Web-Prinzipien eine Alternative zu Corporate Networks skizzieren können.

OUTPUT

Inhalte werden unter einer eigenen Domain veröffentlicht (statt „in einer App zu verschwinden“).

INPUT

Inhalte werden über RSS abonniert und in einem Reader gesammelt – ohne zentralen Plattform-Feed.

CONNECTION

Entdeckung/Vernetzung passiert über „Ringe“ (sichtbare Listen von Domains) statt über einen zentral kontrollierten Social Graph.

Worum geht es in der Arbeit?

Digitale Plattformen strukturieren heute viele Alltagsbereiche. Die Regeln, Schnittstellen und Geschäftsmodelle dieser Systeme werden von den Betreibern vorgegeben.

Die Arbeit untersucht, ob sich zentrale Funktionen von Social Media (veröffentlichen, lesen, entdecken) mit einfacheren, offenen Web-Prinzipien abbilden lassen – mit weniger Abhängigkeit von einzelnen Plattformen.

#ABOUT

Warum entstehen Abhängigkeiten in Corporate Networks?

#SOVEREIGNITY

In der Arbeit wird „digitale Souveränität“ als Bündel von Eigenschaften verstanden. Die folgenden Kriterien dienen als Orientierung für den Entwurf:

(Nicht als „Feature-Liste“, sondern als Anforderungen an ein System, das Abhängigkeiten reduzieren soll.)

01
Kontrolle über Identität & Inhalte

Profil und Beiträge sollen an einer stabilen Adresse liegen, nicht nur innerhalb einer Plattform. Dadurch wird klarer, wo Inhalte erreichbar sind.

02
Wechselmöglichkeit

Ein Wechsel von Reader oder Hosting soll möglich sein, ohne dass Struktur und Archiv komplett neu aufgebaut werden müssen.

03
Nachvollziehbare Vermittlung

Chronologie als Standard; zusätzliche Sortierungen nur bewusst als Option. Ziel ist eine verständliche Logik statt Blackbox.

04
Exit-Optionen

Konfigurationen (z. B. Quellen/Listen) und Inhalte sollen exportierbar sein, damit Abhängigkeiten reduziert werden.

#CONCEPT

Baustein
01/03
#DOMAIN

Domain als stabiler Anker

Eine Domain dient als fester Ort, an dem Profil und Beiträge über eigene URLs erreichbar bleiben. Plattformen können optional Kanäle sein – der Ursprung liegt im eigenen Webraum.
Baustein
02/03
#RSS

Distribution über RSS

RSS ist ein offenes Feed-Format. Quellen können abonniert werden, Beiträge werden in einem Reader gesammelt. Damit ist die Darstellung von der Quelle getrennt.
Baustein
03/03
#RINGS

Listenbasierte Vernetzung

„Ringe“ sind sichtbar und abonnierbar: Listen von Domains für Themen oder Communities. Sie unterstützen Entdeckung, ohne einen zentralen Social Graph vorauszusetzen.

#FLOWS

01
Lesen

Feeds abonnieren → Quellen organisieren → chronologische Ansicht im Reader.

02
Veröffentlichen

Beitrag erstellen → unter der Domain publizieren → RSS meldet ein Update.

03
Entdecken

Ringe ansehen/abonnieren → neue Domains übernehmen → Reader erweitert sich.

Hinweis: Die Flows beschreiben eine vereinfachte Nutzungslogik (UI/Flow-Demo), keine vollständige Implementierung.

#PROTOTYPE

Der Prototyp ist eine UI/Flow-Demo (Klickdummy). Er dient dazu, die Struktur und Nutzungslogik des Konzepts nachvollziehbar zu machen.

Sichtbar im Klickdummy
  • Reader/Feed-Ansichten (Quellen, Beiträge, simple Organisation)
  • Profil & Publizieren (Beitrag anlegen, Verlauf/Archiv als Konzept)
  • Ringe (Übersicht/Detail, listenbasierte Entdeckung)
Zum Prototyp
Klickdummy Preview
Prototype preview

Screenshot (Platzhalter) – kann später durch mehrere Screens/GIF ersetzt werden.

#LIMITS

Der Klickdummy zeigt Struktur und Flows, aber keine vollständige technische Implementierung (z. B. echte Accounts, Datenhaltung, Governance).

Offene Fragen betreffen u. a. Skalierung von Entdeckung ohne zentralen Social Graph, Moderation/Governance sowie Portabilität in der Praxis (Export/Import).

#GLOSSARY

Feste Internetadresse (z. B. name.de). Im Konzept dient sie als stabiler Ort für Profil und Inhalte.